Genderswapped Podcast

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ein Rollenspielpodcast - aber mit Frauen.

Episode 11 - Kulturelle Aneignung in Fantasy- und Rollenspielwelten

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Das Sensitivity Reading-Projekt

Rice and Shine zum Thema Yellowfacing und Fasching

Artikel bei Vice: Ich bin Indigener und finde eure Indianerkostüme nicht lustig.

Asians Represent: Orientalism

Hearts of Wulin

Outro:Musik: Free Music Background Loop 1 von Slaking_97 auf Freesound

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Kommentare

Lena
by Lena on 17. Juni 2019
Hallo Thomas, es geht ja nun nie darum, dass man irgendwas nicht mehr "darf", sondern darum, dass man vor dem Verfassen von Romanen, Rollenspielsettings oder dergleichen darüber nachdenken sollte, ob man Menschen damit verletzt oder ihnen das eventuell vorhandene Interesse am Hobby nimmt. Wir sagen ja auch in der Folge nicht, dass Europäer*innen keine Settings mit asiatischen oder afrikanischen Anleihen schreiben dürfen, sondern versuche aufzuzeigen, wie man das so hinbekommen kann, dass man eben nicht andere Kulturen auf besonders "tolle und exotische" Bausteine hin untersucht und die einfach wild zusammenmixt. Wie wir schon in der Folge auch sagen - es ist ein schwieriges Thema, bei dem es nicht einfach richtig und falsch oder eine Checkliste gibt. Es geht uns aber vor allem darum, überhaupt mal ein Nachdenken darüber anzuregen. Karl May ist vermutlich ein etwas skurriler, da außerhalb Deutschlands kaum bekannter Sonderfall - der Indigene aus dem Vice-Artikel hätte dazu sicherlich auch eine Meinung, die nicht besonders glücklich wäre (aber das ist jetzt Spekulation meinerseits).
Thomas
by Thomas on 17. Juni 2019
Hallo, vielen Dank für euren Podcast, der mich mittlerweile sehr für viele Dinge sensibilisiert hat, die mir vorher einfach gar nicht bewusst waren (bin halt weiß, deutsch und hetero). Mit der aktuellen Folge habe ich mir aber sehr schwer getan. Wenn ich nichts mehr machen darf, was vielleicht irgendjemanden in seinen Gefühlen verletzt, dann bin ich letztendlich zur Untätigkeit verdammt. Karl May hätte niemals seine Amerika- oder Asien-Bücher schreiben dürfen, in Rollenspielen deutscher Autoren dürften nur noch europäische Strings vorkommen usw. Ich finde das ehrlich gesagt völlig übertrieben. Natürlich muss man sensibel mit anderen Kulturen umgehen, aber in Spielen und in der Literatur sollte prinzipiell (fast) alles erlaubt sein. Im Zuge des Final-Fantasy-VII-Remakes ist mir heute außerdem aufgefallen, dass die Japaner hier auch "kulturelle Aneignung" betreiben, indem z.B. Städte wie Nibelheim und Midgar auftauchen. Ist das auch ein Problem? Hätten hier Fantasie-Namen verwendet werden sollen? Ich weiß nicht...
Judith
by Judith on 09. Juni 2019
Lieber Alrik, ich glaube, wir müssen als Weiße einfach auch ein bisschen mit der Unsicherheit leben, dass wir nicht genau wissen können, wann es Austausch ist und wann Aneignung. Ich hoffe, dass das in der Folge auch rauskam, dass Lena und ich uns da absolut nicht als die Deutungshoheit begreifen. Ich würde sagen: Natürlich darfst du kochen, was du willst! Nur, wenn du ohen Beteiligung von Syrer*innen ein syrisches Restaurant eröffnen würdest, würde es vielleicht schwierig. ;) Generell "dürfen" wir ja alles - ich glaube, wir sollten einfach offen dafür bleiben, anzuerkennen, wann andere sich unwohl mit dem fühlen, was wir tun. Danke für deinen Kommentar und fürs Hören! Judith
Alrik
by Alrik on 09. Juni 2019
Ich habe vorher noch nie über das Thema nachgedacht ihr habt aber eindeutig recht was den Doppelstandart bezüglich Kultur angeht. Es ist wirklich schlimm das Menschen nicht westlicher Kultur dafür kritisiert werden ihre eigene Kultur zu leben. Das Problem ist klar aber was ist die Lösung? Die Frage meine ich ernst. Ihr wollt ja vermutlich nicht das wir nur noch traditionell deutsche Kulturgegenstände besitzen dürfen. Um mal ein konkretes Beispiel zu nennen ich mag die nah östliche Küche und koche gern mal was Syrisches. Soll ich das jetzt lassen oder was muss ich tun damit das keine Aneignung ist?

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