Genderswapped Podcast

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ein Rollenspielpodcast - aber mit Frauen.

Episode Acht - Spielleiten

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Kids on Bikes

The Watch

Der Teilzeithelden-Artikel über Frauen als Spielleitung (mit dem wir nicht sonderlich konform gehen)

Wenn ihr die Episode mochtet, gebt uns doch einen virtuellen schwarzen Tee aus! :D Vielen Dank! https://ko-fi.com/genderswappedpodcast


Kommentare

Athair
by Athair on 04. März 2019
Tolle Folge. Lieben Dank dafür! Hier noch mein langer Kommentar: .................................................................................................................. ... Spielleiten und Nervosität? Bei mir hat sich die Aufregung eher in die Vorbereitungs-Phase verschoben. Ziemlich uncool. .................................................................................................................. Story & Dramaturgie: ................................ Wenn ich Spielleitung bin, dann achte ich nur bedingt auf das Pacing. Ich versuche darauf zu achten, dass sich niemand langweilt und versuche das Tempo, das die Gruppe vorgibt ein wenig dramaturgisch zu modellieren. Aber ob sowas wie ein "Endkampf" um 1 Uhr nachts stattfindet, ... sehe ich nicht als meine Aufgabe an. Tatsächlich finde ich als SL spannend zu erleben, welche Dramaturgie die sich die Runde als Ganzes erspielt. Und mit Dramaturgie nach Drehbuch ginge das nicht. Stattdessen moderiere ich Szenenwechsel, Übergänge, ... Tempo nach den Bedürfnissen der Spielenden in Spiel zu bringen oder rauszunehmen (auch wenn der Aspekt noch verbesserungswürdig ist). .................................................................................................................. ... Spielleitung ist auch was Besonderes und Gesuchtes. Je klassischer und regelschwerer die Systeme sind, umso mehr. Shadowrun-SL z.B. sind sehr gesucht, aber auch Pathfinder-, Hârnmaster-, DSA4- oder Glorantha-SL. Und das wundert mich auch nicht: Das sind Spiele, die komplexe und umfangreiche Regeln (und/oder Settings) haben, die zu erlernen einiges an Aufwand erfordert. Bei einfacheren Spielen ist das anders. Eine Mitspielerin meinte mal, nachdem wir das Prince Valiant Storytelling Game gespielt hatten: "Also bei dem Spiel könnte ich mir vorstellen auch mal zu leiten." ................................................................................................................. ... die Frage nach der Mitgestaltung hängt für mich nicht am System dran. Ich hab immer Spieler ermutigt Ideen einzubringen. Wenn es irgendwie Sinn macht, dann werden die benutzt und eingebaut. Dieselbe Spielerin hat in Warhammer festgelegt, dass der Fluss-Schiffer ihr Cousin ist - und daraus haben sich einige coole Situationen/Konsequenzen für die Kampagne (Der Innere Feind) ergeben. Auch in klassischen Systemen darf man als SL Aufgaben an Spieler.innen abgeben. Das betrifft auch die Arbeiten zwischen den Spielabenden. (Ist aber auch was, das ich v.a. über Prince Valiant und Maelstrom Gothic gelernt habe.) .............................................................................................................................................................................................................................. @ Spannung und Charaktertod: Als Taktiker/Method Actor ... sind mir offenes Würfeln usw. schon wichtig. Weil es mir um Exploration, um kluge Bewältigung von kniffeligen Situationen geht - in den Augen des Charakters. Dafür ist aber eine fertige Dramaturgie für mich völlig nebensächlich. Denn: Storyteller ist die Gruppe und nicht der SL. Wenn ein Charakter stribt: Kein Problem. Als Spieler kann ich auch mal ne Weile zuschauen und als SL habe ich meist NSC, welche die Person eines gestorbenen SC übernehmen kann (und/oder ich rekrutiere die Person für interessante SL-Aufgaben). Charaktere mit Konsequenzen zu retten hatte ich aber auch schon. Wenn ich SL bin, darf die Person des eingentlich schon gestorbenen Charakters Konsequenzen anbieten, die mich und die Gruppe überzeugen müssen. Die Option biete ich aber nicht jedes Mal. Es kommt auf die fiktive Situation drauf an und auf die spielende Person drauf an: Ist der Tod des SC für sie in der Situation hinnehmbar und wie die Beziehung zur Figur. Manchmal mekt ein.e Spieler.in in dem Verhandlungsprozess, dass ihre bzw. seine Figur lieber doch sterben soll, als sich deutlich durch ne Nahtod-Erfahrung zu verändern (verkrüppeln ist das nicht). .................................................................................................................. Womit ich weder als Spieler noch als SL gut klar komme ist: Gamistische Spielweisen, bei denen es um die Kombination um Regeleffekte geht. .................................................................................................................................................................................................................................... "The Watch" ist für mich ein rotes Tuch. Das liegt einfach in der Familiengeschichte begründet, in der zwei Urgroßmütter (mütterlicher- und väterlicherseits) ganz viel Schaden angerichtet haben ... und deren Muster ich nicht mit gängigen feministischen Erklärungsmodellen nicht so wirklich zusammenbekomme. Wie dem auch sei: Mit der Konzeptionierung des Spiels an sich und speziell mit den Playbooks "Bear", "Eagle" und "Owl" hab ich große Schwierigkeiten. Derzeit wär der Buy-In für mich viel zu hoch. Dann freu ich mich lieber auf Dream Askew.) Vielleicht könnt ihr ja ne Folge zu "The Watch" machen. Irgendwas find ich an dem Teil nämlich durchaus interessant und euch kann man sehr gut zuhören.. ....................................................................................................................................................................................................................................... @ Anerzogenes Selbstwertgefühl von Männern: Kann ich aus meiner Erfahrungswelt (und für die Geburtsjahrgänge der Mitt-80er bis frühe 90er) so nicht bestätigen. Die Erwartung in der Öffentlichkeit zu sprechen oder sich vorn hinzustellen dagegen schon. Das sind aber mMn sehr unterschiedliche Dinge. ........................................................................................................................................ @ Sex Education: Klingt interessant. In nem Artikel hab ich gelesen, dass Otis evtl. demisexuell sein könnte. Generell sind Ace-, Nonbinary- und Trans-Spektren leider ziemlich unterrepräsentiert. Auch die Darstellung von Bisexualität gelingt oft nicht. Die i.d.R. größere Verunsicherung und spätere Integration ins Leben wird meist nicht dargestellt. Stattdessen wird ein stereotypes Übermaß an Libido, Sexiness und Promiskuität draufgekippt. Wie sieht es hier aus? .................................................................................................................................................... Wer kaputte und unfertige Sätze findet, darf sie behalten. ;-)

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